Column: Love doesn’t know sexes

DEU: Die Ereignisse vom Wochenende haben mich getroffen. Zutiefst. Ein Anschlag in
Orlando. Ein Gay-Club. 50 Tote und mindestens genauso viele Verletzte.
Diese
Menschen waren Menschen wie du und ich. Sie wollten einen schönen Abend haben.
Ein bisschen feiern. Flirten. So wie alle anderen auch. Dass sie homosexuell
waren spielt für mich keine Rolle. Es waren Menschen. Und ihr Leben ist jetzt
beendet.
Ich kann
mein Entsetzen über solche Taten immer noch nicht in Worte fassen.
Wahrscheinlich werde ich das auch nie können. Ich verstehe nicht wieso
extremistische Gruppen Menschen zu so etwas aufhetzen. Wie Menschen in der Lage
sind solche Dinge zu tun.
Aber darum
soll es heute nicht gehen. Ich möchte auf etwas anderes hinweisen. Etwas, zu
dem wir wirklich etwas beitragen können. Denn den Terror können wir nicht
bekämpfen. Um solche Dinge müssen sich Geheimdienste und Regierungen in unserem
Namen kümmern. Aber wir können einander lieben. Lieben, so wie wir sind und so
wie wir sein wollen. Uns gegenzeitig akzeptieren und friedlich nebeneinander
existieren.
Die Welt und
vor allem die Industrieländer preisen sich als offen. Offen gegenüber
Multikulti, offen gegenüber Feminismus, offen gegenüber Homosexualität.
Und trotzdem
ist eine Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partner in vielen Ländern noch
nicht gleichwertig mit der zwischen Mann und Frau. Wenn sie denn überhaupt
legal ist. Immer noch höre ich homosexuellenfeindliche Kommentare auf den
Straßen, einer meiner Lehrer hält Homosexualität sogar für eine Krankheit, von
den Forderungen gewisser Parteien mal ganz abgesehen.
Aber wozu
das Ganze? Wozu dieser Hass und die Verleumdung?
Letztendlich
sind wir doch alle gleich. Egal wenn wir lieben, denn Liebe ist Liebe. Egal was
wir tragen, denn darunter sind wir alle nackt. All das zählt nicht. Mensch
müssen wir sein.
Ich bin
traurig und erschüttert und ich möchte, dass wir beten. Alle Menschen auf
diesem Ball den wir unser Zuhause nennen. Aber nicht für die armen Schwulen,
die in ihrem Gay-Club erschossen wurden. Sondern den Menschen, die sie waren.
In der Hoffnung, dass unsere Liebe diese Welt irgendwann mal etwas besser
macht.
ENG: I’m still shocked by the events of the weekend.
Deeply. An attack in Orlando. A gay club. 50 dead people and at least as many
injured ones.
Those people were people like you and I. They wanted
to have a good night. To party a bit. To flirt. As everyone else wants, too. I
don’t care if they were homosexual. They were humans. And now their lives are
over.
I can’t put into words how I feel about such actions.
I probably never will. I don’t understand how wild-eyed groups could force
people to things like this. How people are able to do that.
But I don’t want to write about that topic today. I
want to point out something else. Something, we could actually contribute
something to. We can’t fight the terror. Intelligence agencies and government
have to deal with that in our names. But we can love each other. The way we are
and the way we want to be. We could accept one another and coexist in peace.
Our world and especially industrial countries consider
themselves as open-minded. Open-minded against foreign cultures, feminism and
homosexuality.
 And still: A
marriage between same-sex partners isn’t equal to the one between a man and a
woman in most countries. In case it’s legal at all. I still hear antagonistic
comments on the streets, one of my teacher even told us homosexuality is a
disease that has to be cured, not to mention some of the demands various
parties.
But for what? Why all this hate and slandering?
We’re all the same at last. It doesn’t care who we
love, because love is love. It doesn’t care what we wear, because underneath
we’re all naked. All those things don’t count. We only have to be human.
I’m sad, devastated, and I want all of us to pray. All
people on this planet we call our home. But not for some poor gays, who were
shot in their gay club. But for the people they were, hoping that our loving
would make this world a better place someday.

 

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