Writing Blockades And Their Positive Side Effects

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DEU: Mein Kopf ist leer. Seit ich aus Dublin zurück bin, war ich nicht mehr wirklich produktiv. Da wo sich sonst tausende Ideen auf einmal drängten, ist jetzt gähnende Leere. Ein schwarzes Loch der Ideenlosigkeit.

Und jetzt sitze ich hier und schreibe darüber, dass ich nicht schreiben kann. Man soll ja schließlich über seine Probleme reden. Vielleicht löst dieser Text ja demnächst meine Blockade und ich kann da weiter machen, wo ich vor den Ferien aufgehört habe. Eine Kolumne in der Woche kann doch nun wirklich nicht so schwierig zu schreiben sein…

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen den Familienurlaub, der auf meine Zeit in Dublin folgte zum Schreiben zu nutzen. Ich wollte ein bisschen vorarbeiten und damit Stress vorbeugen, der mich mit dem Beginn des neuen Schuljahres sowieso wieder im Griff haben wird. Aber nein. Fehlanzeige. Ich habe es gerade so geschafft zwei Outfit-Posts abzutippen. Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Mein Notizbuch war immer dabei, immer griffbereit. Doch so richtig gefüllt hat es sich trotzdem nicht. Es ist auch nicht so, dass ich keinen Stoff zur Verarbeitung hatte. Mein Schädel war voll mit Gedanken. Mit Zweifeln. Ich war verwirrt, ehrlich. Meine Gefühle haben verrückt gespielt, mich völlig aus der Bahn geworfen – in ein dunkles Loch des Selbstmitleids, wie ich zugeben muss. Und dabei haben sie als Nebeneffekt, so ist zumindest meine Vermutung, meinen Kopf blockiert. Die Kreativität war gehemmt. Der sonst so unnachgiebige Gedankenfluss gestoppt.

Sonst schreibe ich immer, wenn es mir schlecht geht. Das ist mein Weg, Dinge zu verarbeiten. Die Tatsache, dass ich das dieses Mal nicht auf die Reihe brachte, traf mich noch ein bisschen mehr, als meine Weltuntergangsstimmung an sich. Ich musste mich allein aus meinem Loch ziehen, ganz ohne die Hilfe von Worten. Und ich habe es geschafft. Ich bin wieder am Tageslicht. Ich stehe wieder. Es wurmt mich immer noch ein bisschen, dass mein Gehirn gestreikt hat und einfach nichts aus ihm herauszupressen war – Ich hasse es, wenn ich meine Pläne (in diesem Fall die, meinen Urlaub schreibend zu verbringen) nicht umsetzen kann. Aber so bitter es auch ist, ich habe etwas daraus gelernt: Es gibt eine andere Lösung. Statt meine Sorgen aufzuschreiben und mehr oder weniger indirekt mit der Welt zu teilen, habe ich etwas für mich Untypisches getan. Ich habe darüber geredet. Mit mehr und weniger Beteiligten. Mit guten und (noch) nicht so guten, wenn überhaupt, Freunden.

Und siehe da, es hat mehr gut getan. Ich schreibe wieder, wenn auch nur über meine Schreibblockade.

Wer weiß, vielleicht zücke ich, bevor ich zu Blatt und Papier greife, ab und an ab jetzt erst einmal den Telefonhörer.

 

ENG: My head is empty. Since I’m back from Dublin I wasn’t very productive. Where there were thousands of ideas at once, there’s nothing at all at the moment. A supermassive black hole.

And now I’m sitting here writing about the fact that I can’t write. You should talk about your problems, they say. That’s what I do now. Perhaps the blockade disappears afterwards and I’m able to start over again at the point I stopped before my summer holidays. A column a week cannot be that difficult to write…

Originally I had the plan to use our family trip, after my time in Dublin, for writing. I wanted to work a bit in advance to reduce the stress that is waiting for my anyways at the beginning of the new school year. But no. I hardly made it to post two outfits. It’s not that I hadn’t tried. I had. My notebook was always with me, always ready to hand. But I didn’t fill it that much. It’s also not the case that I didn’t have enough stuff to write about. Trust me, I had. My head was full of thoughts. Full of doubts. I was confused, truly. My feelings went crazy and kind of got me out of course – right into a deep dark hole of self-pity as I have to admit. As a side effect, at least that’s what I think, my mind completely blocked. No creativity possible. My thoughts, otherwise bubbling over, just stopped moving.

I always write when I’m feeling bad. That’s my way of dealing with things. The fact that I couldn’t do it this time, felt even worse than my mood per se. And I felt like the world was going down. I had to lift myself out of the hole all alone, without the help of words. And I made it. I’m back in the sun. I’m back on my feet. It’s still bugging me that I didn’t put my plans (in this case the plan to write during my holidays) into operation. My brain was on strike, not willing to work. But the bitter it is, I also learnt something important: There’s another solution. Instead of writing down my sorrows and to share them more or less indirect with the world, I did something really untypical for me. I talked about them. With more and less involved people. With good and (at the moment still) rather good friends.

And you see, it worked out in the end. I’m writing again, only about my blockade now, but it’s definitely a point to begin.

Who knows, maybe next time I call someone before I reach out for paper and a pen.

2 Comments

  1. home movers 05/09/2016

    I understand what yօu meаn. It is a qսite nice article.

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  2. Carmen 07/08/2016

    Was für ein schöner Post, manchmal hat man einfach solche Schreibblockaden. Aber zum Glück gehen sie ja auch wieder vorbei. Einfach nicht zu viel darüber nachdenken 🙂
    Ganz liebe Grüsse, Carmen – http://www.carmitive.com

    Antworten

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