Gute Vorsätze und Schlechte Angewohnheiten.

Hallo 2017. Hallo, neue unbekannte Möglichkeiten. Neues Jahr, Neues Glück. Heißt es nicht so? Sollen wir uns nicht neu versuchen? Uns ausprobieren. Uns zum Besseren wenden. Entwickeln zumindest. Wenn nicht wir alle, dann wenigstens ich – soweit zumindest der Plan. Ich habe nicht vor meine Person um 180 Grad zu drehen, habe keine langen Listen mit Vorsätzen geschrieben. Bis heute Morgen hatte ich mir im Grunde noch gar keine Gedanken gemacht. Weder darüber, was das neue Jahr für mich bereithalten könnte, noch wie ich es für mich nutzen könnte. Ich will mich ja wirklich nicht um 180 Grad drehen, ich bin doch eigentlich ganz zufrieden. Hier und da ein bisschen feilen, das ist der Plan.

Ich bin kein Mädchen, für lange Listen. Für endlos viele Vorsätze. Aber ein paar Dinge habe ich doch geplant:

 „Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.“ – Oscar Wilde

Ich habe mir zum Beispiel vorgenommen, mich selbst mehr zu lieben und mir damit wohl eine der schwersten Aufgaben gestellt. Mir, dem alteingesessenen Selbstkritiker. Ich will an mich denken und mir selbst Gutes tun, geistig als auch körperlich. Das heißt Wasser trinken, Sport machen und gesund (sowie möglichst vegan) ernähren, um die schlechte Haut, aber auch mein vollkommen fehlgeleitetes Körpergefühl in den Griff zu bekommen. Und zwar so richtig. Aber ich will noch viel mehr als das. Ich möchte mich akzeptieren, als der Mensch der ich bin, denn daran kann ich nichts ändern. Ich möchte mich selbst glücklich machen, mich befreien und irgendwo auch loslassen. Damit ich endlich meine Flügel ausbreiten und fliegen kann. Das bedeutet zwar genauso, dass ich mich von negativen Einflüssen lossagen muss, und ich bin mir sicher hier werde ich mich an der ein oder anderen Stelle mehr als schwer tun, um am Ende einzusehen, wie stark ich ohne sie bin.

Die Selbstliebe wird ein ziemlicher Brocken. Nicht leicht aus dem Weg zu räumen. Aber irgendwann musste ich ja anfangen – Schließlich werde ich mich niemals los.

„Durch jedes freundliche Wort wird unsere Welt ein bisschen menschlicher.“ – Ernst Ferstl

Ich sollte wohl oder übel auch etwas freundlicher werden, denn das bin ich nicht unbedingt. Begeistert ja, aber nicht immer die Netteste. Ich fahre schnell aus der Haut, denke zu wenig nach und bin auch dann extrem ehrlich, wenn es angebrachter wäre den Mund zu halten. Auch hier meine Devise: Ich muss mich nicht umkrempeln. Ich kann es gar nicht. Aber ein klein wenig Disziplin in dieser Hinsicht würde mir sicher gut tun. Und niemandem wehtun. Ganz im Gegenteil – Ich kann die Welt dadurch nur besser machen.

„Stress ist ein Radiergummi für meine Kreativität.“ – Marina Zuber

Der Stress und die Kreativität sind zwei Themen, die mich beschäftigen, wohin ich gehe. Ständig, überall, Tag wie Nacht, finde ich Dinge, die mich inspirieren. Die meine Ideen anregen. Am liebsten würde ich all diese Ideen umsetzen. Sie in meinem Kopf einfangen und aufs Papier bringen. Nicht 99% schlichtweg vernachlässigen, weil ich mich unter Stress gesetzt fühle. Von der Schule, dem Blog, dem Druck meinen Weg zu finden.  2017 möchte ich die Dinge ihren Lauf nehmen lassen und vor allem eins sein. Kreativ. Durch meinen Stress blockiere ich mich nur, erreiche gar nichts von dem, was ich mir vorstelle. In diesem Jahr wird also einen Gang runtergeschraubt – zu viel bringt zu wenig. Und für zu wenig habe ich nun wirklich keine Zeit.

„Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt Leben Reisen ist.“ – Jean Paul

Während ich bisher nur von Angewohnheiten geschrieben habe, soll es jetzt auch um etwas gehen, dass mir mindestens genauso am Herzen liegt wie mein Seelenheil. Nein. Das ist nicht der richtige Ausdruck. Das Reisen ist viel mehr als das, es trägt aktiv zu meinem Wohlergehen bei. Im letzten Jahr ist meine Reise-Bucket-List um mehrere Seiten länger geworden. Island. Asien. Europäische Hauptstädte. Ich könnte euch tausend Texte darüber schreiben, was ich in den nächsten Jahren sehen will, aber in diesem soll es mir um mehr gehen, als nur darum neue Welten zu entdecken. In diesem Jahr möchte ich erst einmal all die Menschen wiedersehen, die ich schon viel zu lange vermisse und deren Gesichter mir viel zu selten unter die Augen kommen. Orte besuchen, die ich schon viel zu lang nicht mehr erkunden konnte. Bereits geplant sind Trips nach London, Oldenburg und Spanien – aber mit Wochenenden in Berlin und Amsterdam liebäugle ich trotz allem.

„Veränderung ist das Salz des Vergnügens.“ – Friedrich Schiller

Ich habe meine kreative Arbeit ja bereits erwähnt. Hier auf dem Blog und überhaupt irgendwo. Ich weiß, was ich schrieb. Dass ich die Dinge auf mich zukommen lassen will. So nach dem Motto: Nehm‘ mit was kommt.  Aber ich wäre ich nicht ich, würde ich nicht jetzt schon den Kopf voll haben. Voll von neuen Projekten und alten Vorhaben. Und es gibt einiges zu tun:

Ich musste feststellen, dass ich mich immer weniger identifizieren konnte, mit dem was ich schrieb. Meine Texte wurden immer flacher, verloren an Tiefe. Sodass man den Boden irgendwann schon von weitem sah. So sehr ich Mode liebe, ich musste feststellen, dass ich kein Fashionblogger bin. Keiner im eigentlichen Sinne zumindest. Ich will Geschichten erzählen. Etwas Eigenes machen. Schöpfer sein. Ich will zurück zu meinen Wurzeln. Ich will schreiben. Schreiben. Schreiben – die Welt in Worte fassen und für euch greifbar machen. Meine Welt. Erstmal nur in Wort und wer weiß, vielleicht auch irgendwann in Bild und Ton.

 

Ich bin kein Mädchen für lange Listen. Und trotzdem schreibe ich sie.

5 Comments

  1. Emilia 10/01/2017

    Richtig toller Text, mir geht es so oft genau wie dir! Vor allem mit der Selbstkritik.

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  2. Selten hab ich mich so gefreut, über einen Blog gestolpert zu sein. Ich bin begeistert wie ehrlich und gut du schreibst. Ich erkenne mich in vielen deiner Wünsche für 2017 wieder, und merke dass ich manches davon sogar schon umsetzen konnte…und daher sagen kann: ja du hast vôllig recht… keine ahnung ob es die Feiertage waren, die letzte grosse krise in der beziehung, aber ich hatte echt einen mega “klick” um silvester herum und fühle mich zum ersten mal “ich selbst” …wie du so schön schreibst

    Ich möchte mich selbst glücklich machen, mich befreien und irgendwo auch loslassen.

    irgendwie geht das vor allem am Besten, wenn man ehrlich mit sich ist. und das ist manchmal das Schwierigste !

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  3. Sabrina 08/01/2017

    Ein toller Post. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es hier auf deinem Blog und für dich selbst in 2017 weitergeht und was das Jahr für dich zu bieten hat. Die Dinge, die Dur die vorgenommen hast, hören sich auf jeden Fall sehr vielversprechend an. 🙂

    ❤, Sabrina

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  4. Jenny 08/01/2017

    Super schön geschrieben, gefällt mir sehr gut.

    http://www.changeable-style.com

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  5. Marie Celine 07/01/2017

    Tolle Worte!
    Ich kann mich in vielen selber wiederfinden, ich bin persönlich auch nicht der Fan, mir lange Listen zu schreiben, auch wenn es manchmal nötig wäre. Einfach Leben, so mein Spruch.

    Allerliebst, Marie Celine | http://marieceliine.blogspot.de | Auf meinem Blog findet im Moment eine Blogvorstellung statt, vielleicht hast du ja Lust vorbeizuschauen.

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