5 Dinge im Januar.


Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt. Es ist schon Februar. Die ersten 38 Tage dieses Jahres sind vorüber, die ersten Seiten beschrieben.

Auch wenn mein Januar nicht sonderlich aufregend war. Stressig, das ist meiner Meinung nach ein weitaus besseres Wort um ihn zu beschreiben, es gab da ein Paar Dinge, die mich am Leben gehalten haben:

Podcast-Liebe

Dafür, dass ich eigentlich ein visueller Typ bin und die Dinge am liebsten Schwarz auf Weiß bzw. filmisch verarbeitet vor mir sehe, habe ich im vergangenen Monat bemerkenswert viele Podcasts gefeiert. Vielleicht liegt es daran, dass all meine Lieblingsblogger zur selben Zeit damit anfangen mir via Soundcloud Geschichten zu erzählen. Vielleicht aber auch an meiner Vorfreude auf neue Folgen von „Fest und Flauschig“. Wer weiß? Ich weiß in jedem Fall, dass es sehr entspannend ist anderen zuzuhören, insbesondere dann, wenn man wie ich, selbst eigentlich immer am Reden ist. Rauf und runter gehört habe ich:



Tom Schilling und “Auf kurze Distanz”

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine ziemliche Schwäche für Tom Schilling habe. Ich liebe alles was er tut. Was eventuell ein bisschen krank auf meine Umwelt wirkt, für mich aber nur irgendwas zwischen der Bewunderung eines großartigen Künstlers und girly Fan-Gehabe ist. Meiner Meinung nach bekommt er auf jeden Fall und definitiv zu wenig Aufmerksamkeit – eine Feststellung, die ich wieder machen durfte, als ich vor 3 Wochen “Auf kurze Distanz” auf Netflix entdeckte und, wie sollte es auch anders sein, absolut begeistert war. Der ursprünglich fürs Fernsehen produzierte Film hat alles, was mich glücklich macht: Einen großartigen Cast, eine tolle Storyline und viel Ästhetik. Schaut ihn euch an, HIER geht’s zum Trailer.

Ein britischer Detektiv erobert mein Herz

Und nein, wir sprechen nicht von Benedict Cumberbatch in seiner Paraderolle als Sherlock – dieser Mann hat sich den Platz in meinem Herzen schon vor Ewigkeiten gesichert.

Ich spreche von einem weiteren Netflix-Fund, der mich positiv überraschte: “Dirk Gently’s Holistic Detective Agency”. Nach dem Reinfall, als welchen ich die neue Produktion von und mit Niall Patrick Harris definieren würde, stand ich der Komik dieser Serie anfangs eher misstrauisch gegenüber. Nach den ersten beiden Folgen stellte sich aber heraus, dass ich mir vollkommen umsonst Sorgen gemacht habe und nichts, in dem Elijah Wood mitwirkt wirklich schlecht sein kann. Ich begann den Humor, der so ziemlich alles auf die Schippe nimmt, das einen gewöhnlichen Agentenstreifen ausmachen würde, und die verworrene Story zu mögen. Vom britischen Akzent des Hauptdarstellers ganz zu schweigen. Die zweite Staffel kann kommen! Den Trailer zur ersten findet ihr HIER.


Warme Boots im Winterschnee

Ich habe endlich Gefallen an meinen felligen, wahnsinnig warmen Winterstiefeln von Buffalo gefunden. Endlich. Nach drei Wintern ohne Schnee und damit keinerlei Grund in derbe Stiefel zu schlüpfen, konnte ich mich im Januar nicht mehr wehren. Bei -10°C ist kein Platz mehr für Kompromisse. Oder Halbschuhe. Die Stiefel retteten mir den Arsch und die bereits blauen Füße. Ohne sie hätte ich die weiße Pracht wohl längst nicht so genießen können.

Langsam aber sicher ist trotzdem wieder gut. Meine Chucks lächeln mich schon seit Wochen von der Seite aus dem Schuhregal an.


Die Golden Girls luden zum Tanz

…und feierten mit etwas Verspätung endlich ihre Volljährigkeit. Ausgelöst hat diese Party bei mir hauptsächlich Glücksgefühle, bei allem was darüber hinausgeht, lässt meine Erinnerung nach. All (nun gut, übertreiben wir nicht – fast alle)  meine Freunde auf einem Haufen. Das kommt nicht oft vor, weshalb ich umso glücklicher bin, dass ich dieses Privileg an jenem Abend genießen konnte. Ich bin von großartigen Menschen umgeben. Ich werde geliebt. Die Party hat mir das deutlicher als je zuvor ins Gedächtnis eingebrannt!

PS: Momentan nehme ich an der Blogvorstellung von Julie Couture teil. Da ich dort Werbung in eigener Sache und natürlich hoffe, dass sie mich ein bisschen bei diesem Vorhaben unterstützt, kann ich diese Unterstützung selbstverständlich nur zurückgeben. Also schaut mal vorbei;)

Schildkrötenoptik.

Ich weiß nicht so recht, woher mein plötzliches, und sicherlich unerwartetes, Interesse an Farbe kommt. Es passt nicht zu mir. Nicht so wirklich. Und doch irgendwie. Schließlich gehe ich ja nicht all-in und kombiniere Grün zu Blau, Gelb zu Pink und Rot mit Regenbogen-Einhorn-Glitzer. Ich halte mich an gedeckten Farben. Bleibe in meinem Farbspektrum und breche trotz allem aus. Langsam. Langsam und ohne die Sicherheit zu verlieren. Ohne mich selbst zu verlieren. Wie eine Schildkröte, die behutsam ihren Kopf aus dem Panzer steckt.

Ich will experimentieren. Ich will mir treu bleiben. Das hier ist irgendwas dazwischen.

Ich trage: Bluse – H&M (ähnlich HIER); Pullover – H&M (ähnlich HIER); Jeans – Asos Petite (HIER); Hut – Zara Men (ähnlich HIER); Stiefel – Reno (ähnlich und vegan HIER)

Berlin Fashion Week aus der Ferne – Meine Lieblingslooks Part II

Ich hätte wohl etwas schneller sein müssen. Dann wäre dieser Beitrag wohl um einiges aktueller. Mode ist schnelllebig und die Looks aus Berlin werden längst schon von denen aus Stockholm und Paris überschattet. Egal, ich gebe meinen Senf trotzdem gerne dazu.

Hier und jetzt. Etwas verspätet. Teil zwei meiner BFW-Highlights:

Auch wenn die Kollektion von Dorothee Schumacher es  nicht unter meine Top 5 schaffte, das Layering fand ich  nichtsdestotrotz spitze. Rollkragen unterm Boho-Kleid? Aber hallo! Zudem bin ich ein begeisterter Fan, der einfachen Schnitte, die man so wunderbar vielseitig stylen kann.

Malaikaraiss hat mich mit der aktuellen Kollektion tatsächlich in gute Stimmung versetzt, insbesondere aufgrund der vielen fröhlichen Farben (ja, darunter auch Schwarz – ein extra Pluspunkt von meiner Seite aus). Meine Lieblingskombo ist noch vor Rot/Braun, ganz offensichtlich Weiß/Gelb.

Bei Michael Sontag darf man gerne von Drapier-Perfektion sprechen, denn anders könnte ich die Kollektion wohl kaum beschreiben. Die Schnitte, allesamt körperfern, umspielen die fraulichen Rundungen auf eine sehr weibliche Art und Weise. Von Farben und Schnitten ganz abgesehen: Hier fühle ich mich ganz eindeutig an 1001 Nacht erinnert, ein bisschen vielleicht aufgrund des Kopftuch/Mantel-Looks.

Models ganz in Schwarz. Damit brach das Design-Duo von Odeeh ganz bewusst das Marken-Image, welches sonst eher laut, bunt und vielleicht auch ein wenig schrill ist. Ich liebte die gedeckten Farben, aber auch unter den typischeren bunten, wild-gemusterten Looks, waren einige Lieblinge zum Verlieben dabei.

Perret Schaad brachte in diesem Jahr Textur auf ein gaaanz neues Level und zeigte unter anderem Biker-Jacken und Hosen im silky Look, kombiniert mit aufregenden graphischen Prints. Ich liebe die die Figur umspielenden Silhouetten und fließenden Stoffe, auch wenn das Farbschema mit viel Blau nicht unbedingt das Gelbe meines Ei ist.

Die Kollektion von Philomena Zanetto überzeugte mich insbesondere aufgrund der großartig zusammengestellten Farbpalette. Petrol, Rost, Schwarz, Navy und gedecktes Orange. All das, was mein Modeherz begehrt. In Kombination mit Samt- und Wildlederelementen sowie Office-Wear-Inspiration entstanden ein paar ziemlich schnieke Looks!

Warum ich schreibe. Und warum es manchmal sogar unter die Haut geht.

Das Schreiben hat sich in meinem Alltag manifestiert, sich eingetreten wie ein Splitter und ist nun tief verankert. Es ist ein Teil von mir geworden. Ein Teil, den ich nur ungern wieder missen wöllte, aber dennoch – Es war nicht immer so.

Ich bin mit Büchern aufgewachsen. Mir wurde vorgelesen, seit ich mich erinnern kann und als ich dann endlich selbst Wörter aus all den Buchstaben bilden konnte, verschlang ich die Werke meiner Lieblingsautoren erst recht. Im Fließband-Rhythmus. Es dauerte also nicht lang, bis ich selbst begann, mir Geschichten auszudenken, fremde Welten zu erfinden. Es dauerte nicht lang, bis mein Kopf zum ersten Mal in meinem Leben nicht mehr zu Ruhe kam. Die Ideen wurden bunt und laut. Meine Kreativität trug Blüten. Ich schrieb meine ersten Geschichten, aber sie waren noch lange nichts Besonderes für mich. Sie waren die Geschichten einer 10-Jährigen. Einem Mädchen, dass sich ausprobiert, so wie alle anderen auch. Das Schreiben war damals nur eine Phase, auch wenn ich spürte das es mir lag.

Es dauerte eine ganze Weile, drei/vier Jahre vielleicht ehe ich wieder auf den Geschmack kam. Ehe ich erneut für mich erkannte, was ich eigentlich am besten konnte. Dazwischen lag eine Phase zwischen Mangas, Zeichenpapier und großen Kunstträumen. Ich träumte davon Comics zu veröffentlichen, Jahre bevor ich mich traute einen meiner Texte ins Netz zu stellen. Und dennoch, ich tat es nie. Ich war nicht ausdauernd genug. Ich weiß nicht, ob ich irgendwann einsah, dass mir das Talent fehlte oder ich meine Ambitionen Mangaka zu werden nur aus bloßer Unzufriedenheit mit meinen Fortschritten unbeachtet in eine Ecke stellte als wären sie ein altes Spielzeug.

Ich kann es nicht sagen, aber so oder so, ich bereute es nicht. Ich bereue es bis heute nicht. Denn ich fand schnell eine neue Leidenschaft und ich brannte für sie wie für nichts zuvor. Ich entdeckte FanFiction für mich und lernte diese Art von Geschichten schnell lieben. Es machte mir Spaß neue Wege für geliebte Charaktere aufzuzeigen. Es war ein gutes Gefühl das verhasste Ende in ein für mich lohnenswerteres zu verwandeln. Das Zeichnen wurde Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, um die Figuren in meinem Kopf zu visualisieren. Das ist es bis heute geblieben.

Ich liebte es Geschichten zu erzählen. Ich liebe es immer noch. Ich werde es wohl auf ewig lieben. Nachdem ich einmal begonnen hatte zu schreiben, hörte ich nicht mehr auf und aus bereits bestehenden Charakteren wurden irgendwann eigene. Ich konnte dem Wirrwarr in meinem Kopf endlich Herr werden, sei es nun über fiktionale oder kritische auf die reale Welt bezogene Texte.  Das Schreiben beruhigte meine Seele, wurde für mich die Therapie, nach der ich gesucht hatte. Eine Art mich auszudrücken, ohne mich zwingend jemandem zu offenbaren. Eine Art meine Gefühle und Gedanken loszuwerden und mich mit ihnen zu arrangieren. Das Schreiben heilte mich von ihnen und machte mich glücklicher denn je. So kitschig es auch klingt – Das Schreiben ist meine erste große Liebe.

Irgendwann kam dann der Blog dazu, weil es mir doch so viel Spaß machte, mich im Internet auszutauschen. Dabei wollte ich aber vor allem eins: Dazugehören. Eine dieser wunderhübschen, überall gefeierten Bloggerinnen werden. Mein Geld damit verdienen, in schönen Klamotten vor der Kamera zu posen. Dass zum Blogger-Dasein mehr als nur gutes Aussehen gehört und dass meine Liebe zur Mode zwar stetig wuchs, aber nie groß genug war, um mich voll und ganz auszufüllen, begriff ich erst im letzten Jahr wieder. Ich schrieb erneut halbe Romane. Über mein Leben, über das Leben der Anderen. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Bin sozusagen „back to the roots“ gegangen. Und glaubt mir oder glaubt mir nicht, es tat mir gut. Es befreite. Erst recht, als ich meine erste Kurzgeschichte auf dem Blog veröffentlichte und ausschließlich gutes Feedback bekam.

Plötzlich wusste ich wieder, warum ich eigentlich bloggte. Wer ich eigentlich war. Keine Modebloggerin. Zumindest keine „Richtige“. Ich liebe es zu schreibe. Kreativ zu sein. Und irgendwann will ich ein Autor sein. Denn Literatur ist Liebe. Schmerz. Fantasie. Glück. Philosophie vielleicht. Aber vor allem Liebe. Liebe, die in meinem Fall nicht nur ins Herz, sondern unter die Haut geht.

Im Dezember habe ich mich tätowieren lassen. Zum aller ersten Mal. Und auch wenn ich der Meinung bin, dass Tattoos manchmal auch einfach nur ästhetische Zwecke erfüllen müssen, so war dieses dennoch eine Liebeserklärung. Eine Liebeserklärung an meine Heimat in der realen Welt und an die, die ich zwischen den Worten all der Bücher, die ich gelesen und Zeilen, die ich geschrieben habe, fand.

Berlin Fashion Week aus der Ferne – Meine Lieblingslooks Part I

Die Berliner Modewoche ist vorbei und auch wenn ich selbst nicht das Privileg hatte, sie besuchen zu dürfen, habe ich sie soweit es mir möglich war verfolgt. Den die Liebe zur Mode kennt keine Entfernung und das Internet erst recht nicht. Die Kollektionen einzusehen war dementsprechend kein allzu großes Problem für mich.

Dieses Jahr hat sich das stundenlange Durchforsten der einzelnen Schauen auch wirklich gelohnt. Ich war so begeistert, so verliebt in einige Teile oder (zum Großteil) ganze Kollektionen, dass ich den eigentlichen als weniger umfangreich geplanten heutigen Post  nochmal teilen musste.

Hier also also die erste Hälfte meiner Lieblinge aus den Schauen für Herbst/Winter 18:

Julia Seeman überzeugte mich in voller Linie und erinnerte mit ihrer Kollektion an irgendwas zwischen 90er- bzw. früher 2000er-Ästhetik und den sportlichen Looks, die wir in den letzten Jahren auf allen Laufstegen sahen. Rot hat mich als Signalfarbe auf jeden Fall überzeugt und wird demnächst sicher in meinem Kleiderschrank einziehen, ich meine schaut euch dieses Kleid an!

Bei Antonia Goy‘s Mode konnte meine Begeisterung in diesem Jahr kaum zurück halten. Ich meine, wirklich nicht. Von den Beauty-Looks die mich in der Zeit zurückversetzten, bis hin zur Wahl der Farben – einem wunderbaren Mix aus Schwarz, Weiß. Rosé, Altrosa und Braun – war alles perfekt. Von den Materialen und Mustern müssen wir gar nicht anfangen. Viel Leder, viel Karo und viele Streifen. Was will ich mehr?

Auch Maisonnoee hat einen verdammt guten Job gemacht.  Größtenteils in meiner Lieblings-Nichtfarbe gehalten und mit tollen Akzenten in Blau und zierlicher Blumenform, hat die Herbst/Winter-Kollektion mein Herz im Sturm erobert.

Als Fan der Designs von Marcel Ostertag habe ich mich schon im letzten Jahr geoutet. Dieses Jahr bin ich aber noch viel verliebter als je zuvor: Ich liebe die Prints, die teilweise der aufwendige Rüschung, die glänzenden Stoffe und das viele Grün. Meiner Meinung nach eine Kollektion, die Retro-Vibes und moderne Einflüsse mit Perfektion verbindet. Ich könnte mich absolurt nicht entscheiden, welcher der rund 40 Looks mein Liebster ist.

Meine Minimalismus-liebende Seite schwang beim Durchklicken der Kollektion von Vladimir Karaleev begeistert mit den Armen. Ich liebe das Zusammenspiel der Farben und die Verwendung derber Stoffe in Kombination mit Satin. Der Schnitt war wie immer klassisch, aber mit Twist und das Layering ein Traum. Mein Lieblingsteil ist mit Abstand der braune Mantel mit den abgesetzten Ärmeln.

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss und das Beste war für mich die Kollektion von Marina Hoermanseder. Neben den gewohnten Nieten, Schnallen und harten Materialen featurete sie in diesem Jahr auch viel Schwarz und, was mein Mode Herz nur noch höher schlagen ließ, SAMT. Ich war ganz hin und weg von der gesamten Kollektion und könnte mich deshalb auch an dieser Stelle nur sehr schwer für einen Lieblingslook entscheiden. Eins ist aber sicher, die Frisuren der Models sahen großartig aus (Goals!), waren aber bestimmt auch schmerzhaft.

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