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Gedanken zum Film: Die Schöne und das Biest.

Lange ist es her, dass ich das Trickfilm-Original zum ersten Mal über den Fernsehbildschirm sah. Kein Wunder also, dass mich mein Kinobesuch am letzten Samstag in meine Kindheit zurückversetzte und in Erinnerungen schwelgen ließ. Aber auch überraschte. Positiv. Durch und durch.

*Solltet ihr den Film noch nicht gesehen haben, es aber planen, dann lasst euch nicht spoilern und klickt lieber weg. An alle anderen: Kommentiert! Ich möchte nicht nur meine eigene, sondern vor allem eure Meinungen lesen!

 

Warum „Die Schöne und das Biest“ mehr als nur ein Film für ewige Disney-Fans und Emma Watson meine heimliche Heldin ist.

 

Alle, die mich wirklich kennen, haben mich schon mehr als einen Disney-Song schmettern hören (mehr schlecht als recht zwar, aber immerhin). Es ist also sicher nicht verwunderlich, dass die Musik der Neuverfilmung mich begeistert und mitgerissen hat. Insbesondere mein Lieblingsstück „Be our Guest“ bzw. zu Deutsch „Sei hier Gast“ wurde in der Live-Action-Version noch einen Tick besser verarbeitet als im Original. Ich denke, ich finde allgemeine Zustimmung mit der Behauptung, dass wir hier von einem musikalischen Spektakel sprechen, das auf der Kinoleinwand seinesgleichen sucht. Und wenn schon nicht aufgrund der in mir aufsteigenden Tanzbereitschaft, dann zumindest wegen der Animation. Die hat mich nämlich den ganzen Film über immer wieder in Staunen versetzt. Ungelogen, ich wundere mich immer wieder, was Technik alles möglich macht.

Es lohnt sich also, allein schon um die Special Effekts zu würdigen. Selbst das 3D hat mich nicht gestört und ist mir sogar regelmäßig aufgefallen – Wer hätte das gedacht? Wo wir sonst doch so große Feinde sind.

Jetzt aber genug technisches Gerede. Kommen wir zu dem Punkt, mit welchem ein Film meiner Meinung nach steht und fällt, egal wie gut die Effekte, die Kameraführung und vielleicht sogar das Drehbuch sind, obwohl letzteres doch oft die Basis eines guten Films bildet: Die Besetzung, welche in „Die Schöne und das Biest“ wohl nicht besser hätte sein können. Dan Stevens spielte sich als Biest in mein Herz und Emma Watson – ja, von Emma Watson müssen wir eigentlich gar nicht erst anfangen, weil es einfach offensichtlich ist – passte zu Belle wie die Faust aufs Auge. Sie gab dem Charakter die nötige Portion Feminismus, die letzte Prise starke Frau. Das Frauenbild, dass sie verkörpert ist genau das, was ich im Kino sehen will. Was junge Frauen und Mädchen im Kino sehen sollten. Belle, wie Emma sie verkörpert, ist ein Vorbild – nicht nur was zwischenmenschliche Eigenschaften angeht. Sie ist intelligent, wissbegierig und schreckt nicht davor zurück, die Dinge auf neuen Wegen anzugehen.

Diese Ideale – Ideale, die für mich wohl zu den erstrebenswertesten gehören – stellt Emma nicht nur auf der Leinwand da, sie vertritt sie auch im realen Leben. Und ist genau deshalb eine meiner Heldinnen. Früher war es ihre erste große Filmrolle, Hermine Granger, die ich zu meinem Idol machte und der ich nacheiferte, heute ist es die Frau hinter der weltberühmten Kinofigur. Emma Watson ist schön, wahnsinnig intelligent, engagiert, witzig, talentiert und ein guter Mensch. Ganz ehrlich, könnte ich nur halb so toll sein wie sie, ich würde einiges dafür geben. Für mich ist sie schon jetzt eine Ikone. Eine Frau, bei der es sich lohnt ihr nachzueifern. In jeder Beziehung.

Ich hoffe sehr, dass genau das passieren wird, dass Mädchen und Frauen von überall zumindest ein bisschen so sein wollen wie sie. Dann würden sie Frauenrechtlerinnen werden. Sich für Kultur und Bildung einsetzen. Und trotzdem herrlich weiblich bleiben.

So wie es Emma Watson ist. So wie ihre Belle es ist.

Also dann, ihr wisst was zu tun ist. Auf ins Kino. Schaut euch den Film an, lasst euch begeistern, nehmt euch ein Beispiel und schaut ab jetzt einmal mehr hinter die Fassade.