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Die ersten Sommerblumen.

Das letzte Wochenende im März, das erste richtige im Frühling. Endlich zeigt er sich von seiner besten Seite. Endlich zeigt er sich. Die ersten Sonnenstrahlen verwöhnen die Erde, Schnee und Kälte sind den Krokussen gewichen. Alles blüht, alles tümmelt sich. Fast als wären nicht nur die Blumen, sondern auch die Menschen aus ihrem Winterschlaf erwacht – Bereit die Welt auf ein neues zu erobern.

Sie geht die Straßen entlang, mit diesem breiten Grinsen im Gesicht. Ihrem Frühlingsgrinsen, wie sie es gerne nennt. Weil es immer dann zurückkommt, wenn es auch das Frühjahr tut.

Er kauft Tulpen auf dem Markt, die ersten in diesem Jahr. Rosa und weiß, für die Freundin selbstverständlich. Sie wird sich sicher freuen. Über so viel Liebe. 

Die Menschen sind wie Blumen. Wunderschön und zerbrechlich, mit Dornen genauso wie mit Blüten. In die Sonne gelockt. Raus aus dem Dunkel.

Ich spaziere an ihnen vorbei und bewundere sie. Ich erfreue mich an ihrer Farbenpracht. Die Menschen tummeln sich auf den Straßen,  meine Knie umranken nur die Rosen . 

Und während die Schneeglöckchen bereits verblühen, zeigen sich die ersten Sommerblumen. 

Dieser Post ist mein Beitrag zur Fashion Challenge von Who is Mocca?, dieses Mal zum Thema Denim. Ich finde es schön, so viel Support unter Bloggern zu sehen und bin deshalb gerne ein Teil davon.

Generation Bindungsbehindert.

Liebe war noch nie einfach. Nicht heute und nicht gestern und auch in tausend Jahren nicht. So kompliziert die Natur einer Beziehung ist, meine Generation scheint das Wort „kompliziert“ auf die Spitze zu treiben und zu mehr als nur zum Beziehungsstatus auf Facebook zu deklarieren. Meine Generation, Generation Y hat ein merkwürdiges Verhältnis zur Liebe:

Ich hatte in meinem Leben nur eine Beziehung, die ich zum Großteil mit positiven Dingen assoziiere. Ich habe also keinen Vergleich. Nur die Außenwelt um mich herum, meinen Freundeskreis, Gleichaltrige. Deren Auffassungen und Meinungen. Ich kann nur beobachten, wie sie lieben. Sie tun es auf eine Art, die all meine Theorien nur bestätigt:

Bis auf einige Ausnahmen konnte ich Tendenzen zu zwei Extremen beobachten. Man bindet sich entweder gar nicht oder wird voll und ganz eins. Ich habe Freunde, die haben keine Beziehung auf dem Schirm. Sie wollen gar keine. Ihnen geht es um Spaß – Spaß, der von Verpflichtungen nur unnötig behindert wird. Beziehungen werfen für diese Art von Menschen nur Probleme auf. Sie gehen der ganzen Sache lieber von vorneherein aus dem Weg. Das spart die Zeit, die man aufwenden müsste um sich aus dem Staub zu machen, sollte es doch mal schwierig werden. Natürlich gibt es auch andere Wege, solche Situationen zu vermeiden: Sich in ein und dieselbe Person zu verwandeln würde ich persönlich nicht als die beste Alternative bezeichnen, in meinem Bekanntenkreis erfreut sie sich aber dennoch großer Beliebtheit. Ausdrücke wie „Uns gibt es nur im Doppelpack“ oder „Nicht ohne meine Freundin“ erinnern mich eher an siamesische Zwillinge als an ausgewogene Beziehungen. Scheinbar gehöre ich mit dieser Meinung aber einer Minderheit an. Es scheint sich etabliert zu haben, sich selbst aufzugeben, um die Partnerschaft am Leben zu halten.  Wer braucht schon eine von beiden Seiten mit Einflüssen gesteuerte Konversation, wenn man auch einfach gleich das selbe denken kann?

Zwischendrin gibt es noch einige „Normale“. Nicht ganz so verrückt, weniger extrem, dafür aber sehr realistisch. Sie verschwenden ihre Zeit weitaus weniger oft damit sich mit Dingen herumzuquälen, die nicht länger funktionieren. Sie wissen das Liebe temporär sein kann. Dass Liebe temporär sehr schön sein kann. Und dennoch, auch wenn sie fast schon wie ausgestorbene Dinosaurier scheinen, hier und da taucht ab und an ein Romantiker in der Masse auf. Einer derjenigen unter uns, die verzweifelt nach der großen Liebe suchen, während sie sich eigentlich nur in ihren Tagträumereien, den perfekten Tumblr-Liebesszenarios verlieren. Während sie die wahre Welt ausblenden.

Mir ist wohl bewusst, dass es all diese Beziehungstypen schon in früheren Jahrzehnten gab. Ich weiß, dass die Liebe so unterschiedlich ist, wie die Menschen die sie empfinden. Aber egal, wie man es dreht, meine Generation stellt alles auf den Kopf. Und wenn nicht alles, dann zumindest einiges. Wir ver- und entlieben uns heutzutage schneller. Wir gehen uns schneller nah und noch viel schneller auf den Sack. Wir sind immer verbunden, nie allein. Der Partner ist selbst dann da, wenn er weit weg ist. Sehnsucht. Sehnsucht, das ist ein Fremdwort für uns geworden. Sie entsteht nicht mehr, weshalb wir diese Art von Liebe gar nicht mehr erleben, geschweige denn empfinden können. Was wir als Sehnsucht kennen, ist viel mehr körperliche Lust, denn erreichbar sind wir mittlerweile ja immer und überall. Nur anfassen kann man sich übers Display noch nicht.

Lederweste – H&M; Pullover – Urban Outfitters; Hose – Benetton; Schuhe – Asos;                    Tasche – war ein Geschenk:)

Wir lieben anders als unsere Eltern und erst recht als unsere Großeltern. Wir binden uns nicht mehr auf ewig. Wir versuchen es erst gar nicht – Die Dinge müssen einfach sein. Ohne viel Tara. Ohne Drama und ja nicht mit zu viel Anstrengung verbunden. Wir laufen lieber vor unseren Problemen weg, als dass wir versuchen sie gemeinsam zu lösen. Wir machen lieber alles gemeinsam, anstatt uns für die eigenen Interessen einzusetzen. Wir lieben anders, auf eine neue Art und Weise. Wir lieben schnelllebig. Das ist nicht schlecht. Das ist keine Kritik von mir, denn ich kann und will mich gar nicht ausschließen. Wir alle wissen, dass Liebe nur noch in den seltensten Fällen für die Ewigkeit bestimmt ist, noch viel seltener die erste. Wir wissen es alle und wir haben uns damit abgefunden. Jeder auf seine eigene verrückte Weise-

Dieser Beitrag erschien zuerst in Tageszeitungen der Verlagsgruppe Südthüringer Zeitung.

Schildkrötenoptik.

Ich weiß nicht so recht, woher mein plötzliches, und sicherlich unerwartetes, Interesse an Farbe kommt. Es passt nicht zu mir. Nicht so wirklich. Und doch irgendwie. Schließlich gehe ich ja nicht all-in und kombiniere Grün zu Blau, Gelb zu Pink und Rot mit Regenbogen-Einhorn-Glitzer. Ich halte mich an gedeckten Farben. Bleibe in meinem Farbspektrum und breche trotz allem aus. Langsam. Langsam und ohne die Sicherheit zu verlieren. Ohne mich selbst zu verlieren. Wie eine Schildkröte, die behutsam ihren Kopf aus dem Panzer steckt.

Ich will experimentieren. Ich will mir treu bleiben. Das hier ist irgendwas dazwischen.

Ich trage: Bluse – H&M (ähnlich HIER); Pullover – H&M (ähnlich HIER); Jeans – Asos Petite (HIER); Hut – Zara Men (ähnlich HIER); Stiefel – Reno (ähnlich und vegan HIER)

Ein Samtweicher Abgang.

Die Straßen sind hell erleuchtet. Voller Trubel. Voller Menschen. Voller Glück. Lachen schallt durch die Gassen. Lachen und das Knallen der Raketen. Der Himmel ist in bunte Farben getaucht. Ein Funkenschauer jagt den nächsten. Es ist wunderschön. Der perfekte Auftakt für ein neues Jahr. Eine neue Zeit – einem neuen Ich vielleicht? Ich glaube nicht. So unzufrieden wir auch mit uns sein können, wir schleppen uns selbst Jahr für Jahr erneut mit. Es sind die Umstände, die sich ab und an ändern.

Nun stehe ich also hier. In meinem Samt-Kleid. Nicht vollkommen zufrieden, das war ich nie, aber mit mir selbst im Reinen. Bereit für ein neues Jahr, ein neues Abenteuer, eine neue Welt, die ich erkunden kann. Ich stehe hier und begrüße weitere 365 Tage voller Liebe und Leidenschaft, voller Freude und Traurigkeit, voller Erfolge und Rückschläge und ich schließe sie alle in meinem Herzen ein. 2017 – was immer es auch bringen mag, und ich bin mir sicher es wird einiges sein – Ich bin bereit. Auf meine Art und Weise. Ich habe mich herausgeputzt, das Samtkleid angezogen, um zu feiern, was kommt. Um all die Dinge zu feiern, die mich erwarten. Ob sie nun gut oder schlecht sind wird sich zeigen. Formen, das werden sie mich auf jeden Fall. Weiterentwickeln.

Und im nächsten Jahr stehe ich dann wieder hier. Komme was wolle. In einem anderen Kleid vielleicht. Mit neuer Frisur und eventuell lackierten Nägeln. Aber ich werde immer noch dieselbe sein. Um 365 Tage reicher. Mit den Erfahrungen gewachsen. Einen Schritt näher an all meinen Zielen. Und ich werde es wieder sagen.

So schrecklich das letzte Jahr auch ab und an war, so schrecklich das nächste auch werden kann, ich freue mich beide zu erleben.

In diesem Jahr werde ich an Silvester Samt tragen. Fancyschmancy. Ich werde mich selbst, meinen Körper und die Welt feiern. Und ja, auch ein bisschen 2016. Denn obwohl es mich ständig in die Knie zwingen wollte habe ich nicht klein bei gegeben. Die schönen Momente überwiegen. Und das werden sie auch nach dem Feuerwerk, nach dem Einläuten des neuen Jahres tun.

Liebes 2016, das Samtkleid ist für dich. Und für mich.

Dennoch ist es nicht jedermanns Sache. Falls das Kleid nichts für euch ist, oder ihr euch einfach noch ein wenige mehr Silvester Inspiration einholen wollt, schaut auf OVER THE RUSH bei Hannah vorbei. Dort gibt es einen zweiten Look in dem es sich bravourös ins neue Jahr feiern lässt.

Outfit: A Kind Of Christmas Elf

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DEU: Weihnachten. Mit was verbinden wir das heute? Mit der Geburt Christi? Am Rande vielleicht. Aber sicher nicht mehr vorrangig. Als ich noch klein war, kam bereits der Weihnachtsmann – mit Rauschebart und ganz in Rot, so wie Coca Cola ihn erschaffen hatte. Er, der in seiner heutigen Form einst Werbefigur wurde, bestimmt heute moderne Bräuche. Er und seine fleißigen Wichtel. Die kleinen Helfer, die oben am Nordpol Geschenke einpacken. Klein, süß und vor allem eins: weihnachtlich.

Auch wenn ich den ganzen Kitsch in den meisten Fällen ziemlich übertrieben finde, komme ich nicht herum, mich aufgrund des heutigen Outfits selbst ein bisschen wie eins der besagten Wesen zu fühlen. Interpretiert auf meine ganz eigene Art, versteht sich. Es mag an meinem Latzkleid liegen, mit dem ich wirklich gut hinter ein mit Geschenken beladenes Fließband passen würde, aber ich fühle mich bereit für die Feiertage. Feiertage, die ich in diesem Jahr viel lieber casual in einem Outfit wie diesem bestreiten würde, als im Glitzer-Kleid. (Aber keine Sorge – einen schniekeren Look bekommt ihr dann doch noch zu sehen;))


ENG: Christmas. What’s the first thing that comes into your mind when you think about this time of the year? The birthday of Jesus Christ? Well, marginal maybe. But probably not in the first place. When I was a child almost two decades back in time I was waiting for Santa Claus to bring my presents – of course with a big bushy beard and dressed in red, just as Coca Cola had once created him. He, who was and is an advertising character, determines modern traditions. Santa himself and all of his hard-working dwarfs. These small assistants who wrap presents in the north. Small, cute and one thing in particular: Christmassy.

Although I’m at the opinion that most of the kitsch is not more than exaggerated nonsense, I couldn’t deny that I do look like one of those mystic creatures wearing today’s outfit. Modernised and interpreted in my very own way one must say, but still. It might be because of my pinafore dress which would surely look quite adorable when worn behind an assembly belt with presents on it. Perhaps it’s just because of that, but I feel pretty ready for the holidays. Holidays I would love to spend in a more casual look like this one instead of a glittery dress. (But don’t worry – a fancy look will follow next week;))


I WAS WEARING: Pinafore Dress – Ecote (SIMILAR HERE); Blouse – Urban Outfitters (SIMILAR HERE); Fishnet Tights – Asos (HERE); Boots – Bronx (SIMILAR AND VEGAN HERE); Coat – H&M (SIMILAR HERE)

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