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5 Dinge im Februar

Es ist halb sechs abends, wenn ich diesen Text tippe. Es ist düster, nass und kalt. Alles, wonach mir ist, ist die wohlige Wärme meines Bettes und Ablenkung durch Bücher, Netflix und die richtigen Menschen. Diese Stimmung habe ich mir wohl aus dem Februar mitgenommen, denn dieser war vor allem eins – gemütlich.

Freitag ist „Riverdale“-Tag

Ihr wisst, Netflix macht mich schwach. Es wäre also verwunderlich, hätte ich nicht wieder eine Entdeckung gemacht. Im Februar heißt sie „Riverdale“ und ist wohl die beste Mischung aus amerikanischem Highschool-Drama und Mystery, die bisher vorher mir über den Bildschirm geflackert ist. Ein bisschen „Gossip Girl“, ein Tröpfchen „Glee“ und ziemlich viel „Pretty Little Liars“-Charme machen Riverdale zu guter Freitagabend-Unterhaltung. Besonders empfehlenswert ist nicht nur die Performance von Cole Sprouse (der neben enormer weiblicher Begeisterung auch Kindheitserinnerungen in mir weckt), sondern auch der großartige Soundtrack. Gefüllt mit all meinen Lieblingsband und viel Lana Del Ray- Mood läuft er bei mir gerade auf Dauerschleife.

Böhmermann’s back

Ein weiterer audiovisueller Höhepunkt des vergangenen Monates war das Ende der Winter-/Weihnachts-/was-auch-immer-Pause des Neo Magazins. Jeder Donnerstag ohne Jan Böhmermann ist ein verlorener Donnerstag, weshalb ich mich wahnsinnig darüber freue, dass die Trockenphase endlich vorbei ist. Ich liebe diesen Mann. Ich liebe dieses perfekte Gleichgewicht aus politischer Bildung und zum Teil wunderbar-sinnfreiem Humor. Für mich persönlich gibt es keinen besseren Weg zur Meinungsbildung. Solltet ihr euch bisher also darum gedrückt haben – heute ist der Tag für Veränderung in eurem Leben.

Der Deal des Jahres

Kommen wir von Film und Fernsehen, doch gleich zu einem anderen Lieblingsthema meiner Person: Mode. In diesem besonderen Fall sogar zum Icing on the f**king cake, zu DEM Schuh-Deal des Jahres.

Nachdem die Sohle meiner alten Schürstiefel den Geist aufgab, beschloss ich mir Doc Martens zuzulegen, anstatt wieder zu billigeren Boots zu greifen und nur weiter von ihnen zu träumen. Da die vegane Version für knapp 200€ mein Budget allerdings „geringfügig“ überstieg, begab ich mich auf die Suche nach Secondhand-Verkäufen. Ich habe sie gefunden, gut hundert Euro gespart und mich restlos und bis in alle Ewigkeit verliebt. Was will man mehr?

Wann hattest du die letzte Unterhaltung? So ‘ne Richtige.

Neben Schuhen? Freunde. So richtig gute. Und mit diesen Freunden, die Art von Unterhaltungen, nach denen man sich besser fühlt. Irgendwie weitergebracht. Ich brauche gute, tiefgründige Gespräche wie Luft zum Atmen. Sie sind die Grundlage meiner Arbeit, mein Lebenselixier und der letzte Funken, der meinen Glückstopf zum Überlaufen bringt. Dementsprechend glücklich kann ich mich also schätzen im Februar gleich mehrere solcher Unterhaltungen habe führen dürfen. Freunde, solltet ihr meine Texte lesen und euch angesprochen fühlen: Danke, ihr bereichert meinen Tag. Jeden Tag.

Ich will überall hin, nur hierbleiben nicht.

Eine weitere Sache, die mich in den letzten 31 Tagen, aber eigentlich schon seit Beginn des Jahres beschäftigte, ist das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Ich fühle mich eingesperrt. Sehne mich nach neuen Eindrücken, neuen Menschen. Ich muss raus. Ich muss ‘was erleben. Das Fernweh plagt mich, schreit und schlägt um sich. Ich will, ich muss reisen. Am liebsten gleich morgen.

Da das aber leider nichts wird, muss ich mich wohl mit dem Gedanken zufriedengeben, dass ich die Tage bis zu meinem London-Urlaub bereits zählen kann!


Fotos: Johannes Bahr

Nichts vergessen. Nur ‘nen Neuanfang.

In der letzten Zeit ist es ruhig um mich geworden. Zu ruhig. Verdächtig ruhig. Ich war mir uneinig mit mir selbst, darüber wer ich bin, worüber ich schreiben möchte und auch darüber, wie ich beides am besten miteinander verbinde. Das hat seine Zeit gedauert, und wenn ich ehrlich bin, dann muss ich zugeben, dass der Findungsprozess auch immer noch kein Ende hat. Noch lange keins haben wird. Das will und brauche ich gar nicht. Es ist schön, sich weiter zu entwickeln. Es macht Spaß, neue Seiten an mir zu entdecken. Egal, ob wir vom Blog, meiner Schreiberei oder dem schnöden Privatleben reden. Ich bin zufrieden, mit der Welt, wie sie sich dreht. Ich bin zufrieden mit der Veränderung.

Nicht so wirklich happy bin ich nur mit meiner Arbeit. Ich will Texte mit Pepp und ‘nem Statement dahinter. Ich will etwas sagen, nicht bloß schwafeln. Ich will eine klare Linie. In meinen Inhalten. Den Fotos, den Worten dazu. Ich will nichts vergessen, nur ‘nen Neuanfang.

Ich hoffe, ich werde nicht falsch verstanden. Dieser Post soll nicht das Ende dieses Blogs einläuten. Er ist viel eher die Ankündigung einer Renovierung. Altes fliegt raus, Neues kommt rein. Er ist der erste Pinselstrich auf einer Leinwand, die ich erst noch bemalen will.


Bloggen macht mir immer noch Spaß. Das Schreiben erfüllt mich und für die Tatsache, dass ich einen Platz im Internet gefunden habe, an welchem ich mich kreativ ausleben kann, bin ich sehr dankbar. Dankbar. Diesen Ort aufzugeben käme mir niemals in den Sinn. Ich liebe ihn – nur meinen Lebensumständen muss er hin und wieder angepasst werden. Vielleicht muss ein neuer Name her. Vielleicht muss ich mein Konzept etwas überarbeiten.

Das ist schon ok. Der Weg ist das Ziel. Dieses Ziel wird die Arbeit wert sein. Ich will und ich werde mich wohlfühlen mit dem, was ich tue. Sehr wohl sogar. Die erste Kerze brennt schon, jetzt zünde ich die zweite an. Ich will nichts vergessen, nur ‘nen Neuanfang.

Ich habe schon so oft geschrieben, dass ich kein Fashionblogger bin, jetzt werde ich diese Worte wohl auch in die Tat umsetzen. Das Leben hat so viel mehr als nur Mode zu bieten, auch wenn sie wohl immer ein großer Teil meiner Geschichte bleiben wird. Mode ist Kunst – und Künstler, das ist es, was ich sein will. Aber nicht nur das: Ich möchte etwas Gutes tun. Den Wert von Kultur und Bildung will ich vermitteln. Aufzeigen, wie schön und wie einfach es sein kann, die Welt zu retten. Demzufolge werdet ihr ab jetzt vermehrt eigene Prosatexte und Gedichte von mir zu lesen bekommen. Buchempfehlungen, Filmreviews. Post zu veganem Leben, tierversuchfreier Kosmetik und dem Fußabdruck, den ich auf dieser Welt hinterlassen will. Zudem werde ich auf Deutsch bloggen. Meine Muttersprache feiern. Und die Tatsache, welche sprachlichen Möglichkeiten sie mir gibt. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es sogar ab und an einmal lustig zu sein.

Von jetzt an heißt es Qualität statt Quantität. Bei allem, das ich anpacke. Und glaubt mir, das könnte einiges werden. Ich sprudele über vor Ideen, habe noch zwei weitere Projekte im Hinterkopf. Freude. Herzklopfen. Zufriedenheit. Dieses gute Gefühl ganz tief drinnen. Ich will nichts vergessen, nur ‘nen Neuanfang.


Photos: Johannes Bahr 


Mantel – H&M (ähnlich HIER)

Kleid – Daisy Street (in anderer Farb-Kombi HIER)

Schuhe – Reno (ähnlich und vegan HIER)

Bye Bye October

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DEU: Auf Wiedersehen Oktober, hallo November! Hallo Geburtstagsmonat;)

Der goldene Herbst ist vorbei und nun folgt der weniger ansehnliche, dafür aber umso gemütlichere, nach Weihnachtstee schreiende November. Bevor ich euch aber mit viel Stoff zum Lesen sowie gemütlichen und vor allem warmen Outfits in vorwinterliche Stimmung versetze möchte ich euch heute noch die Ergebnisse eines Mini-Shootings zeigen. Die Fotos sind vor ein paar Wochen entstanden und von einem jungen Fotografen aus meiner Umgebung aufgenommen. (Man vermutet es zwar nicht, aber Südthüringen hat nicht nur Nazis, sondern auch kreatives Potenzial zu bieten).  Ich persönlich liebe die Bilder und falls ihr das auch tut, dann schaut unbedingt auf Johannes’ Social Media vorbei. Seine Naturaufnahmen sind unbeschreiblich schön und fast noch besser als die Porträts. 


ENG: Bye Bye October, hello November! Hello birthday month!

Golden Autumn is over and now followed by the less pretty but a lot cosier November. But before I start showering you with long texts to read and warm outfits for chilly days to put you in pre-winter mood, I want to  share the results of a mini-shooting from a while ago.  I took these pictures with a young and very talented photographer from my home town. (You may not believe it but Southern Thuringia has more to offer than neo-Nazis. We have quite some creative potential). I really love how the photos turned out and if you do, too, definitely check out Johannes’ Social Media. His images of nature are incredibly beautiful and almost a bit better tan the portraits.

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